von der Idee zum fertigen Produkt – Holzwimpern

Manchmal entstehen die schönsten Ideen nicht am Schreibtisch, sondern ganz nebenbei – auf dem Weg zur Arbeit, beim Spazierengehen oder während einer ganz gewöhnlichen Autofahrt. Seit mehreren Jahren fahre ich morgens die Strecke zwischen Schkortleben und Großkorbetha (Dörfer nahe meines Heimatortes) entlang. Mitten auf einem Feld steht dort ein kleines Stromhäuschen. Eigentlich nichts Besonderes. Doch irgendjemand hat ihm vor längerer Zeit mit ein paar einfachen Linien ein Gesicht gegeben: geschlossene Augen mit langen Wimpern und ein freundliches Lächeln.

Jeden Morgen komme ich daran vorbei. Mal bei strahlendem Sonnenschein, mal bei Regen, Nebel oder grauem Winterhimmel. Und jedes Mal passiert etwas Merkwürdiges: Ich muss schmunzeln. Dieses kleine Häuschen wirkt zufrieden, entspannt und irgendwie glücklich. Es erinnert mich daran, dass oft die einfachsten Dinge die größte Wirkung haben können. Besonders an den Tagen, an denen man gedanklich schon mitten in der To-do-Liste steckt, reicht ein kurzer Blick auf dieses Gesicht und die Welt wirkt für einen Moment etwas leichter. Es ist nur ein Graffiti auf einem Stromhäuschen. Und doch schafft es etwas, was viele aufwendige Kunstwerke nicht schaffen: Es zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Genau aus diesem Gefühl heraus entstand die Idee für die Holzwimpern. Ich wollte dieses ruhige, freundliche und verträumte Erscheinungsbild in eine Form bringen, die auch zu Hause funktionieren kann. Ein Deko-Objekt, das nicht laut ist, nicht aufdringlich wirkt und trotzdem sofort eine bestimmte Stimmung erzeugt. Die geschlossenen Augen stehen für Ruhe, Geborgenheit und ein kleines bisschen Tagträumerei. Ob im Kinderzimmer, Schlafzimmer oder an einem Lieblingsplatz in der Wohnung – sie sollen genau das auslösen, was auch das kleine Häuschen auf dem Feld in uns auslöst: einen kurzen Moment des Innehaltens und vielleicht sogar ein kleines Lächeln.

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